Views: 0
Die Podiumsdiskussion im bosco, veranstaltet vom Theaterforum und dem Starnberger Merkur, verlief für einige Teilnehmer zu „harmonisch“, was an der besonderen Situation lag: Vier aktuelle Gemeinderäte treten als Bürgermeisterkandidaten an.
Dennoch lassen sich klare Unterschiede herausarbeiten. Hier einige zentrale Positionen von mir, Stefan Berchtold (MfG), die mich deutlich von den Mitbewerbern abheben:
Finanzen:
Während die Mitbewerber vor allem Probleme betonen, zeige ich Chancen auf. Ich setze mir ein konkretes Ziel von 15 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (rund 48 % der Steuereinnahmen), das ich als realistisch ansehe, schrittweise im Laufe der nächsten zehn Jahre zu erreichen.
Was macht mich da so zuversichtlich?
Es gibt eine Reihe von Effekten, die Anlass geben zu der Prognose, dass die Steuereinnahmen im Laufe der kommenden 10 Jahre nicht in den Himmel schießen, aber eine solide Basis bilden für das, was da kommt:
Hier einige Aspekte:
Bereits in der Umsetzung:
- Der neue Gewerbepark am Pennykreisel wird nicht sofort, aber auf der Zeitleiste bis in 10 Jahren ausgelastet sein und die Investitionen der Betriebe werden auch abgeschrieben sein.
- Der Start des Galileoparks am Flughafen wird zusätzliche Gewerbeflächen generieren in einem innovativen und boomenden Umfeld.
- Die bereits existierenden Flächen am Flughafen werden branchenbedingt deutlich profitabler arbeiten als das bisherige Startup Lilium.
Perspektivisch:
Das größte Gautinger Unternehmen WEBASTO befindet sich gerade in einer heftigen Konsolidierungsphase. Mittelfristig wird sich dieses Tal überwinden lassen – ich wünsche es auch den Mitarbeitenden!
Davon unabhängig hat sich die Arbeitswelt seit der Pandemie verändert. Als Folge vermietet WEBASTO einen Teil der eigenen Flächen am Hauptsitz. Für mich sind auch diese Flächen ein Potenzial für neue Ansiedlungen und Gewerbesteuereinnahmen.
- Auch die geplante Neuansiedlung auf dem Stanz-Schmid-Areal „An der Würm“ birgt großes Potenzial für neue Gewerbesteuerbringer.
Mein Vorschlag:
- Die Ansiedlung eines Kreativwirtschafts-Clusters auf dem Geißler-Areal. Die Kreativwirtschaft ist die zweitstärkste Branche in Bayern, Gauting ist aufgrund der Lage und des Umfelds ein prädestinierter Standort.
Investitionsstau:
Ich will dem Investitionsstau durch kleinere, besser planbare Zwischenschritte bei Projekten wie Feuerwehrhaus und Schwimmbad begegnen.
Mobilität:
Zurück zur kommunalen Selbstverwaltung! Ich unterstütze Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit mit angeordneten Tempo-50-Bereichen auf geeigneten Straßen. Bis dahin setze ich mich für mehr Tempo 30 durch Zebrastreifen und Lückenschlüsse ein, etwa in der Gautinger Landstraße, Ammerseestraße oder in der Stockdorfer Alpenstraße, auch wenn das CSU-geführte Landratsamt hier wenig Unterstützung bietet.
Und abschließend mein
Manifest für Gauting:
Kultur:
Gerade in angespannten Zeiten ist gemeinsame kulturelle Praxis für mich essenziell für die gesellschaftliche Resilienz – sei es im Theater, Kino, Konzert, bei Kunstausstellungen oder im ehrenamtlichen Engagement wie Sport- und Trachtenvereinen. Für mich ist Kultur ein gleichwertiger und unverzichtbarer Teil der kommunalen Daseinsvorsorge – als Ausdruck einer ganzheitlichen Daseinsfürsorge, die alle Lebensbereiche der Gemeinde umfasst.
Kulturbeirat:
Deshalb setze ich mich für die Einführung eines Kulturbeirats ein:
Dieser Beirat soll aus Vertretern von Kultur, Vereinen, Jugend, Familien- und Sozialeinrichtungen, Verwaltung, Kulturwirtschaft und Gemeinderat bestehen. Er berät den Gemeinderat, kann eigene Initiativen starten und wird bei Haushaltsgesprächen gehört. Seine erste Aufgabe wäre mein 2. Vorschlag:
Kulturleitbild:
Eng verbunden damit ist meine Forderung nach einem Kulturleitbild:
Dieses Leitbild definiert Werte und Prioritäten der Kultur- und Bildungslandschaft, verbindet einen erweiterten Kulturbegriff mit messbaren Zielen in Teilhabe, Vielfalt und Nachhaltigkeit und dient als verbindliche Orientierung für Politik und Verwaltung. Es schafft einen klaren Rahmen, um Kultur nachhaltig zu fördern und sichtbar zu machen.
Damit möchte ich sowohl die Themenbereiche Kulturpolitik, Resilienz sowie Mitwirkung/Partizipation gestalten und erlebbar machen und wertvolle Impulse generieren, um der Kultur ein Dach und einen Rahmen zu geben, den sie schon lange verdient.



