Tarek for Bürgermeister!

Liebe Menschen in Gauting,

mein Name ist Tarek Luft, ich bin 20 Jahre alt, lebe in Stockdorf, arbeite als Kunstschlosser und bin ehrenamtlich aktiv im Jugendbeirat, bei den Veranstaltungen des Kulturspektakels und bei FridaysForFuture.

Um den Menschen in Gauting die Möglichkeit zu geben, in einer klimafreundlichen Gemeinde zu leben, will ich Bürgermeister werden. Wir müssen unsere klimaneutralen Ziele konsequenter anstreben. Je früher wir damit anfangen, desto angenehmer, günstiger und verlustfreier wird der Wandel.

Als Bürgermeister sehe ich die große Chance, zusammen mit Ihnen allen die Veränderungen voran zu treiben, die Gauting braucht.

Niemand wird als Bürgermeister geboren

Viele Menschen trauen mir aufgrund meines Alters noch nicht zu, das höchste Amt der Gemeinde zu bekleiden. Doch mit den ,,Menschen für Gauting” habe ich aus allen Themenbereichen Menschen mit Erfahrung zur Seite, so dass wir zusammen mit meinen frischen und jungen Gedanken gute Ideen kreieren, die wir dann mit Leidenschaft umsetzen.

Meine wichtigsten Themen für Gauting

Klimaschutz

Als Kommune haben wir einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Nur wenn Kommunen diese Verantwortung wahrnehmen, ist es Bayern, Deutschland und Europa möglich, ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen. Es ist deshalb notwendig, den Klimanotstand auszurufen. Das heißt, alle Entscheidungen im Gemeinderat und in der Verwaltung müssen zuallererst unter den Gesichtspunkten des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und des Gemeinwohls auf den Prüfstand gestellt werden.

Mit einer Verkehrswende, einer Energiewende und einem generellen Umdenken bei Ratsbeschlüssen können wir auch für alle folgenden Generationen ein lebenswertes Gauting schaffen.

In allen Bereichen kommunaler Verantwortung werde ich Treibhausgase reduzieren!

Als Teil der Klimaschutzbewegung und der Generation, die am stärksten vom Klimawandel bedroht ist, kann ich glaubwürdig für die Klimaneutralität kämpfen.

Umweltschutz

Gauting ist nicht nur für Klimaschutz-, sondern auch für Umweltschutzmaßnahmen verantwortlich.

  • Die Gelbe Tonne muss den Gelben Sack ersetzen! Sie verringert den Müll durch Verzicht auf die Säcke und vor allem dadurch, dass ein maximales Volumen vorgegeben wird. Aufgerissene Säcke und vom Wind verteilter Müll gehören dann der Vergangenheit an.
  • Plastikfasten in Kommunalen Einrichtungen und Verwendung von Holz und Metall ist ein wesentlicher Schritt zu einer endgültigen Abkehr von der Erdölwirtschaft. Ohne Plastik zu leben ist schwer, aber ich persönlich gebe mein Bestes, möglichst wenig Plastik zu konsumieren, so dass auch weniger produziert wird und weniger Müll anfällt.
  • Umweltgifte müssen durch Aufklärungskampagnen von Gautings Feldern, Wäldern, Grünanlagen und Gärten verbannt werden. Die Artenvielfalt und vor allem die Bienen werden davon profitieren.
  • Öffentliche Mülleimer in größerer Zahl reduzieren den Müll und bewahren den wunderschönen Anblick unseres Würmtals.

Energiewende

Energie erzeugen

  • Wasserkraft durch die Würm liefert Strom für hunderte Haushalte
  • Geothermie auf Gemeindegebiet kann Wärme für mehrere Gemeindeteile erzeugen
  • Biogas- und Hackschnitzelanlagen produzieren Strom, Wärme und speichern Gas in das Netz ein.
  • Wind- und Sonnenkraft finden auch in der Gemeinde Gauting beste Bedingungen, um Haushalte und Gewerbe mit erneuerbarem Strom zu versorgen. Bürgerprojekte mit hoher Akzeptanz und breiter Beteiligung müssen Vorbehalte ausräumen, um aus Kohle, Öl und Erdgas so schnell wie möglich auszusteigen.

Verkehr

Verkehrswende

In Gauting führt kein Weg mehr an einer Verkehrswende vorbei. Durch Verschiebung von Prioritäten in der Verkehrsplanung zu Gunsten der Fahrradinfrastruktur und des ÖPNV wird es möglich, auf Autos ganz zu verzichten, oder den Autoverkehr zumindest stark zu reduzieren. Wer auf sein Auto nicht verzichten kann, soll nicht mehr im Stau stehen und Fußgänger und Radfahrer sollen mehr Raum für ihre sichere und nachhaltige Mobilität bekommen.

Der effektive, bewusste und sehr gezielte Einsatz eines KFZs, z.B. zu Transportzwecken, gibt mir ein gutes Gefühl des verantwortungsvollen Umgangs mit den Ressourcen dieser Erde. Ansonsten fahre ich alles mit dem Rad, auch im Winter, wenn morgens geräumt ist, sonst fahre ich mit dem Rad zum Bahnhof und nehme die S-Bahn.

Ich nutze das Rad oder den ÖPNV für eine glaubwürdige und gelebte Verkehrswende und das Auto nur noch für Transportzwecke

Internet

Ein flächendeckender Ausbau von schnellen Internetzugängen ermöglicht Arbeitnehmer*innen und Firmen im Homeoffice in Gauting zu arbeiten, und sich zumindest tageweise die Fahrt zum Arbeitsplatz zu sparen. In Gauting werden noch immer veraltete Kupferkabel für die Datenübertragung genutzt. Moderne Glasfaserkabel sind zwar teuer, aber sie werden gefördert und sie sind eine Investition in die Zukunft.

Transparenz

Politik und Geheimniskrämerei passen nicht zusammen! Politiker*innen werden von Menschen gewählt, deshalb sollte jedes Sitzungsprotokoll und jeder Beschluss von den Bürger*innen niedrigschwellig einsehbar sein.

Finanzen

Die Gemeinde kann mit der Erzeugung erneuerbarer Energie, mit der Kommunalisierung des Stromnetzes und einer anteiligen Ausschüttung der Überschüsse unserer Kreissparkasse zusätzliche Einnahmen für den Haushalt generieren. Ob angesichts des Endes des Wirtschaftswachstums und bevorstehender Weltfinanzkrisen mit neuen Gewerbegebieten zukünftig noch Gewerbesteuer zu erzielen ist, ist unwahrscheinlich. Der Mythos Gewerbegebiet = Gewerbesteuer ist längst widerlegt. Einsparungen sind jedoch berechenbar, wenn Energiekosten nicht nicht ins Ausland abfließen, sondern in der Region bleiben, wenn wir unseren Strom selbst herstellen und wir uns von steigenden CO2-Preisen unabhängig machen.

Gewerbe

Gauting lebt von und mit seinem Gewerbe. Wir brauchen Handwerk, Handel und Dienstleistungen in unserer Gesellschaft. Quartiersnahe Arbeitsplätze erhöhen die Lebensqualität und verringern den Autoverkehr. Ein maßvoller Ausbau des Gewerbes mit ökologisch nachhaltigem Gewerbe ist notwendig. Büroflächen, Dienstleistung und Handel sollten nach Möglichkeit in das Ortsbild integriert werden und nicht an der Peripherie neu entstehen, wodurch neuer Quellverkehr entstehen würde.

Ich bin selbst Handwerker und will mich mit einer eigenen Werkstatt selbstständig machen, also ist mir die Notwendigkeit von Gewerbeflächen bewusst – aber das geht auch nachhaltig.